Ausbildung bei FIZ Karlsruhe

Die Weichen für die Zukunft sind gestellt

22. Oktober 2006

FIZ Karlsruhe legt Geschäftsbericht 2005 vor Wirtschaftliche Lage hat sich stabilisiert / FIZ Karlsruhe bei der Neuorientierung vom Anbieter elektronischer Fachinformation zum Dienstleister für das Wissensmanagement und den Informations- und Wissenstransfer in Wirtschaft und Wissenschaft entscheidend vorangekommen

Karlsruhe, Oktober 2006  -  „FIZ Karlsruhe kann auf ein gutes Geschäftsjahr zurückblicken“, berichtet der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Wolf-Dieter Lukas anlässlich der Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2005. Die Positionierung des Unternehmens als kompetenter Dienstleister und zuverlässiger Partner im internationalen Informationsgeschäft und im Wissensmanagement sei weiter gestärkt und ausgebaut worden. Dabei haben die erfolgreichen Partnerschaften mit der Max-Planck-Gesellschaft und mit Chemical Abstracts Service (CAS) einen herausragenden Stellenwert eingenommen, so Lukas.

„Der 2005 eingeleitete Strategieprozess hat das Ziel, das Kerngeschäft ebenso wie die Innovationskraft von FIZ Karlsruhe zu stärken “, so Geschäftsführerin Sabine Brünger-Weilandt. So sei das Produktportfolio partiell neu ausgerichtet worden und man konzentriere sich auf zwei Hauptarbeitsgebiete: (1) die inhaltlich-technologische Weiterentwicklung von STN International mit Generierung von Mehrwert/Content, (2) die Entwicklung von E-Science-Dienstleistungen.

Die 2005 begonnene Realisierung des Großprojekts eSciDoc gemeinsam mit der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) gilt als Leitprojekt der deutschen E-Science-Initiative. Ziel dieses vom BMBF geförderten Projekts ist der Aufbau einer integrierten Informations-, Kommunikations- und Publikationsplattform für den wissenschaftlichen Arbeitsplatz der Zukunft. Im eSciDoc-Projekt erbringt FIZ Karlsruhe zentrale Entwicklungs- und IT-Dienstleistungen und übernimmt die Weitervermittlung der entwickelten Lösungen an andere nationale Forschungseinrichtungen. FIZ Karlsruhe wird sich damit langfristig als kompetenter Dienstleister und Servicepartner für den Aufbau und den Betrieb von E-Science-Systemen für wissenschaftliche Einrichtungen etablieren und eine zentrale Aufgabe in der Bereitstellung einer zeitgemäßen Infrastruktur für die Forschung in Deutschland übernehmen.

FIZ Karlsruhes größter Geschäftsbereich ist der weltweit erfolgreiche Online-Dienst STN International. Er wird von FIZ Karlsruhe gemeinsam mit dem amerikanischen Partner Chemical Abstracts Service (CAS) und der Japan Science and Technology Agency (JST) betrieben. Ende 2005 standen über STN International insgesamt 224 wissenschaftlich-technische Datenbanken mit über 528 Millionen Dokumentationseinheiten im 7x24-Stunden-Betrieb online zur Verfügung. Davon waren 111 Datenbanken mit über 187 Millionen Dokumentationseinheiten beim europäischen STN-Servicezentrum FIZ Karlsruhe implementiert, die anderen bei CAS.

Die Wettbewerbsfähigkeit von STN International wird konsequent verbessert. So wurde mit dem STN-Partner CAS die neue Software STN AnaVist entwickelt und Mitte 2005 im Markt eingeführt. STN AnaVist erlaubt die Analyse und Visualisierung der Ergebnisse von Datenbankrecherchen in interaktiven, inhaltlich untereinander verknüpften Tabellen, Diagrammen und Bildern. Aktuelle Forschungstrends und Marktentwicklungen werden schnell erkennbar; dies stellt einen Wettbewerbsvorteil und Mehrwert für die Kunden dar. Informationsfachleute zollen STN AnaVist große Anerkennung.

Die 2005 bei FIZ Karlsruhe verzeichnete Nutzung der STN-Datenbanken erreichte einen Umsatz von 49,5 Millionen Euro (2004: 50,8), in dem auch Inkassoleistungen für andere STN-Partner enthalten sind. Die im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufige Nutzung ist auf die schwierige Lage auf den Märkten, gekennzeichnet durch stagnierende Ausgaben in Forschung und Entwicklung, sowie auf vorhandene Währungsdisparitäten zurückzuführen. Wie im Vorjahr entfiel die regionale Verteilung der Nutzung zu etwa gleichen Teilen auf die deutschsprachigen Länder, die übrigen europäischen Länder ohne Osteuropa sowie auf die USA und Kanada; ein kleinerer Anteil entfiel auf Japan.

Erfolgreich abgeschlossen wurden 2005 die Entwicklungsarbeiten an io-port.net. Das Informationsportal für die Informatik ermöglicht den zentralen Zugang zu mehr als zwei Millionen Fachpublikationen aus der Informatik und verwandten Fachgebieten. io-port.net entstand im Rahmen des vom BMBF geförderten Projekts FIS-I (Fachinformationssystem Informatik) in enger Kooperation mit der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) und Forschungspartnern von drei Universitäten.

Die Gesamterlöse aus allen Geschäftsbereichen von FIZ Karlsruhe beliefen sich auf 19,9 (20) Millionen Euro, die Ausgaben auf 27,0 ( 26,1) Millionen Euro. Der Deckungsgrad lag bei 74% (77%). Die Zahl der Mitarbeiter/innen ging leicht zurück auf 323 (328). Berücksichtigt man den hohen Anteil an Teilzeitkräften, entspricht dies einer Kapazität von 278 Personenjahren. Die Zahl der besetzten Ausbildungsplätze blieb mit 16 (Vorjahr: 17) nahezu erhalten.

Bestellungen der gedruckten Version des Geschäftsberichts 2005 richten Sie bitte an:

FIZ Karlsruhe, Rüdiger Mack
Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
76344 Eggenstein-Leopoldshafen

Tel. 07247 808 513, Fax 07247 808 136
E-Mail:  Ruediger.Mack(at)fiz-karlsruhe(dot)de

 

FIZ Karlsruhe

FIZ Karlsruhe ist Dienstleister und Servicepartner für das Wissensmanagement und den Informations- und Wissenstransfer in Wirtschaft und Wissenschaft. Schwerpunkte sind die weltweit einzigartige Datenbankkollektion von STN International und die Entwicklung von E-Science-Dienstleistungen.

STN International - The Scientific & Technical Information Network - wird von FIZ Karlsruhe als europäischem Partner im trilateralen Verbund mit dem amerikanischen Chemical Abstracts Service (CAS), Columbus, Ohio und der Japan Science and Technology Agency (JST) in Tokio betrieben. STN bietet ein breites Spektrum an unverzichtbaren Datenbanken sowie hervorragende Werkzeuge für Suche, Analyse und Aufbereitung der Rechercheergebnisse. Die hochwertigen Informationen bilden wichtige Grundlagen für Entscheidungsprozesse in Unternehmen und Institutionen.

FIZ Karlsruhe ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, in der sich außeruniversitäre Forschungs- und Serviceeinrichtungen verschiedener Wissenschaftsbereiche zusammengeschlossen haben.