Ausbildung bei FIZ Karlsruhe

Workshop „Metadaten zur Qualitätssicherung von Forschungsdaten“

Forschungsdaten zuverlässig zu archivieren und über entsprechende Infrastrukturen dauerhaft für eine Nachnutzung verfügbar zu machen wird zur Sicherung „Guter Wissenschaftlicher Praxis“ von der DFG gefordert. Sei es, um die Ausgangsdaten für wissenschaftliche Veröffentlichungen nachvollziehen zu können oder um die weitere Nutzung im Kontext künftiger Forschungsfragen zu ermöglichen.

Mit der Publikation von Forschungsdaten und ihrer dauerhaften Zitierbarkeit entstehen neue Anforderungen. Dabei zeigt sich, wie wichtig die detaillierte Beschreibung von Forschungsdaten mit qualitativ hochwertigen Metadaten ist. Dies betrifft viele Aspekte, wie

  • Provenance, um eine Aussage zu Herkunft und Qualität der Daten zu erhalten,
  • Processing, um eine möglichst weitgehende Automatisierung der Erfassung zu erreichen,
  • Interoperabilität, um eine zuverlässige Auffindbarkeit auch über Disziplin- und Organisationsgrenzen hinweg zu ermöglichen,
  • Persistent Identifier, um einen langfristig gesicherten Zugriff zu gewährleisten.

Forschungsdaten entlang ihres gesamten Lebenszyklus zu betrachten und in die Prozesskette experimenteller Umgebungen einzubetten ist eine große Herausforderung, da ein standardisiertes Vorgehen durch die Heterogenität der Forschungsprozesse, insbesondere über die Grenzen von Fachdisziplinen hinweg, erschwert ist.

Der eintägige Workshop „Metadaten zur Qualitätssicherung von Forschungsdaten“ fand am 13. April 2011 in den Räumen von FIZ Karlsruhe statt. In einer Runde mit ca. 25 Experten wurden folgende Kernthemen in Themensessions diskutiert und Handlungsfelder zur weiteren Bearbeitung konkretisiert:

Projekt BW-eLabs und Forschungsdaten
Matthias Razum (FIZ Karlsruhe), Matthias Schulze (Universitätsbibliothek Stuttgart)

Is it a bug or a feature?
Jens Klump (GFZ Helmholtz-Zentrum Potsdam)

Selbstschreibende Datenformate in den Small Sciences
Klaus Zimmermann (FMF, Universität Freiburg)

Datenakquise in einem Provenience System
Dirk Fleischer (IFM-Geomar, Kiel)

Datenerfassung der Remote-Experimente im Bereich Digitale Holografische Mikroskopie
Margarita Riedel (ITO, Universität Stuttgart)

Linked Data - Einführung
Jürgen Kett (Deutsche Nationalbibliothek)

Linked Data Cloud
Brigitte Mathiak (GESIS)

Persistent Identifiers – Einführung
Malte Dreyer (Max Planck Digital Library)

Persistent Identifier und Metadaten für Forschungsdaten
Frauke Ziedorn (TIB Hannover)