Ausbildung bei FIZ Karlsruhe

KnowEsis Beratung und Unterstützung

FIZ Karlsruhes neu entwickelte eScience-Solutions mit der eSciDoc-Infrastruktur sind eines der ersten verfügbaren Angebote, das Universitäten, Forschungsinstitute und fachübergreifende Wissenschaftsorganisationen dabei unterstützt, den vielfältigen Anforderungen auf dem wichtigen Gebiet eScience zu begegnen.  Die zahlreichen in der eSciDoc-Infrastruktur enthaltenen Dienste erlauben Nutzern, sofort in dieses interessante Arbeitsgebiet einzusteigen. Aufgrund der Komplexität des Gebietes und der zahlreichen unterschiedlichen Aufgabenstellungen ist die Software jedoch nicht für Endnutzer konzipiert. Damit die Nutzer optimal damit arbeiten können, sind ein sorgfältiges Design und die Implementierung von auf der Infrastruktur aufsetzenden  Anwendungen erforderlich. Der Aufbau der Hardware-Infrastruktur muss gut durchdacht sein, um die Anforderungen an Speicherkapazität und Performance erfüllen zu können. Eine solche eScience-Umgebung zu betreiben, ist eine anspruchsvolle Aufgabe.

KnowEsis Beratung und Unterstützung bietet Ihnen:

  • Unterstützung bei Installation und Wartung per E-Mail, Telefon und vor Ort
  • Maßgeschneiderte Softwareentwicklung
  • Auf der eSciDoc-Infrastruktur basierende Anwendungsentwicklung

eSciDoc-Infrastruktur

eScience bedeutet Zusammenarbeit und Kommunikation während des gesamten Prozesses der Wissensgenerierung. Typische Szenarien sind u.a. Speicherung, Veränderung, Anreicherung, Verteilung und Veröffentlichung nicht nur der Endergebnisse des Forschungsprozesses, sondern auch aller Zwischenschritte, z. B. von  Vorstudien, Primärdaten, experimentellen Daten, Vorabdrucken und Unterrichtsmaterialien. Ressourcen und Nutzer sind häufig auf mehrere Länder verteilt. Die eSciDoc-Infrastruktur ist eine Softwarelösung für Entwicklung und Einsatz derartiger eScience-Szenarien.

 
Der Kreislauf wissenschaftlicher Wissensgenerierung basiert auf untereinander verbundenen Repositories.

Kernstück einer Forschungsinfrastruktur sollte ein Repository sein, das nachhaltige Technologien zur Erstellung, Verwaltung, Veröffentlichung, Vermittlung und Speicherung digitaler Inhalte bereitstellt. Wir haben Fedora (Flexible Extensible Digital Object Repository Architecture) als zentrales Repository in die eSciDoc-Infrastruktur eingebunden.

Die eSciDoc-Infrastruktur ist aus lose miteinander verbundenen Services aufgebaut (einer sogenannten „Serviceorientierten Architektur“).  Sie besteht aus einer Reihe von unabhängigen, bei Bedarf untereinander kombinierbaren Softwaremodulen. Bei Bedarf können Dienste durch geeignetere ersetzt oder um eigene Dienste oder solche von Drittanbietern erweitert werden. Die eSciDoc-Infrastruktur bietet Dienste zur Speicherung von Objekten, für Suche und Indexierung, Statistik und Berichtswesen, Persistent Identification, Arbeitsabläufe, Validierung und Transformation.
Allerdings ist die eSciDoc-Infrastruktur keine Komplettlösung. Als Infrastruktur  unterstützt sie einzelne Wissenschaftler und Organisationen bei der Erstellung eigener Applikationen. Sie kann daher als „Enabling Technology“ betrachtet werden: Wissenschaftler können sich bei der Entwicklung neuer Anwendungen auf die domainspezifische Anwendungslogik konzentrieren. Die eSciDoc-Infrastruktur bietet ihnen eine vorhandene und bewährte Implementierung von allgemeinen Funktionen und stellt auf diese Weise Interoperabilität sowie die Einhaltung wichtiger Normen sicher.

Der Quellcode der eSciDoc-Infrastruktur steht zum Download bereit. Die Software ist als Open Source Software unter der „Common Development and Distribution License” verfügbar. Es stehen auch nutzerfreundliche kompilierte Versionen zur Verfügung (Enterprise Archives). Weitere Informationen unter: http://www.escidoc-project.de/JSPWiki/Wiki.jsp?page=Download.

Wesentliche Merkmale der eSciDoc-Infrastruktur:

  • Anwendungsunabhängige, auf Standards basierende Softwarearchitektur (z. B. übereinstimmend mit dem OAIS-Referenzmodell, OAI-PMH, METS, SRU/W)
  • kann gemeinsam mit anderen Repositories betrieben werden
  • verteilte Authentifizierung und Rechteverwaltung (Shibboleth)
  • unterstützt semantische Technologien
  • Integration von eigener und Drittanbieter-Software über Web Services
  • Vordefinierte und flexible Content Models (Daten- oder Objektmodelle)
  • Professionelle Beratung und Unterstützung als zusätzliche Dienstleistungen